Kurzfassung

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) verzeichnete im Mai 2026 insgesamt 1624 Asylgesuche – ein Rückgang von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Zahl der Primärgesuche sank um 22 Prozent auf 1289, während Sekundärgesuche mit 335 Fällen stabil blieben. Afghanistan bleibt mit 492 Gesuchen das wichtigste Herkunftsland, gefolgt von Algerien, Eritrea, Türkei und Somalia. Das SEM entschied erstinstanzlich über 2069 Asylgesuche, in knapp 30 Prozent der Fälle wurde Asyl gewährt.

Personen

  • Staatssekretariat für Migration (SEM) (Schweizer Behörde)

Themen

  • Asylpolitik Schweiz
  • Migrationszahlen
  • Asylgesuche

Clarus Lead

Die Asylgesuche in der Schweiz setzen ihren Rückwärtstrend fort und erreichen neue Tiefstände. Die kontinuierliche Abnahme bei Primärgesuchen signalisiert eine strukturelle Verschiebung in den Migrationsmuster – möglicherweise bedingt durch restriktivere Asylpolitiken oder veränderte Fluchtrouten in Europa. Diese Entwicklung hat Relevanz für die Budgetplanung und Ressourcenallokation in der Asylverwaltung.

Detaillierte Zusammenfassung

Im Mai 2026 registrierte das SEM 1289 Primärgesuche und 335 Sekundärgesuche (Geburten, Familiennachzüge, Mehrfachgesuche). Die Primärgesuche zeigen einen deutlichen Rückgang von 22 Prozent im Jahresvergleich, während die Sekundärgesuche konstant bleiben. Die geografische Verteilung der Herkunftsländer wird von Afghanistan dominiert (492 Gesuche), gefolgt von Algerien (178), Eritrea (156), Türkei (116) und Somalia (96).

Bei den erstinstanzlichen Entscheidungen über 2069 Asylgesuche wurde in 595 Fällen (knapp 30 Prozent) Asyl gewährt. Von den kontrollierten Ausreisen (754 insgesamt) verliessen 456 Personen die Schweiz selbstständig, während 298 unter polizeilicher Aufsicht in ihren Heimatstaat oder einen zuständigen Dublin-Staat zurückgeführt wurden.

Kernaussagen

  • Asylgesuche im Mai 2026 um 20 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat
  • Primärgesuche rückläufig (–22 %), Sekundärgesuche stabil
  • Afghanistan bleibt mit grossem Abstand grösstes Herkunftsland
  • Asylgewährungsquote liegt bei knapp 30 Prozent

Kritische Fragen

  1. Datenqualität: Sind die Zahlen des SEM vollständig und decken sie alle Kantonalen Asylbehörden ab, oder gibt es Verzögerungen bei der Datenerfassung?

  2. Ursachenanalyse: Welche Faktoren erklären den 20-prozentigen Rückgang – veränderte Fluchtrouten, restriktivere Grenzkontrollen oder geopolitische Entwicklungen in Herkunftsländern?

  3. Gewährungsquoten: Warum liegt die Asylgewährungsquote bei knapp 30 Prozent? Unterscheiden sich die Quoten nach Herkunftsland erheblich?

  4. Rückführungen: Welche Länder sind die Zielstaaten der 298 unter Aufsicht rückgeführten Personen, und wie werden Sicherheitsgarantien überprüft?

  5. Sekundärgesuche: Warum bleiben Sekundärgesuche stabil, während Primärgesuche sinken? Deutet dies auf eine alternde Asylbevölkerung hin?

  6. Vergleichbarkeit: Sind die Zahlen mit europäischen Nachbarländern vergleichbar, oder unterscheiden sich die Erfassungsmethoden?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: Asylgesuche Mai 2026 – Staatssekretariat für Migration

Verifizierungsstatus: ✓ 15.06.2026

Weitere Sprachen: Französisch | Englisch


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 15.06.2026