Kurzfassung

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat 2025 insgesamt 2976 Beschaffungen im Wert von über 2,1 Milliarden Franken durchgeführt. Rund 82 Prozent des Beschaffungsvolumens wurden im Wettbewerb vergeben. Die Anzahl der Beschaffungen sank gegenüber 2024 (3082), während das Gesamtvolumen anstieg (2024: 1,9 Milliarden Franken). Schwerpunkte waren Nationalstrasseninfrastruktur, Bauarbeiten sowie Informatik- und Steuerungssysteme. Der jährliche Bericht dokumentiert die transparente Verwendung öffentlicher Mittel durch einen der grössten Auftraggeber im Schweizer Tiefbau.

Personen

  • ASTRA (Bundesamt für Strassen; Auftraggeber)

Themen

  • Öffentliche Beschaffung
  • Nationalstrasseninfrastruktur
  • Transparenzbericht
  • Wettbewerbsvergabe

Clarus Lead

Der Anstieg des Beschaffungsvolumens um 200 Millionen Franken trotz gesunkener Anzahl der Aufträge signalisiert eine Verschiebung zu grösseren Infrastrukturprojekten. Die hohe Wettbewerbsquote von 82 Prozent unterstreicht das Commitment zur wirtschaftlichen Mittelvergabe, während die Fokussierung auf Digitalisierung und Nationalstrassenmodernisierung strategische Investitionsprioritäten des Bundes widerspiegelt. Die Ausnahme von Dritten-Beschaffungen (kantonale Gebietseinheiten) zeigt die föderale Komplexität der Infrastrukturfinanzierung.

Detaillierte Zusammenfassung

Das ASTRA beschafft als einer der grössten Auftraggeber im Tiefbau ein breites Spektrum von Leistungen: Planungs- und Projektierungsarbeiten, Bauausführung, Betriebs- und Sicherheitsanlagen, Signalisationen sowie Informatikdienstleistungen. Die Beschaffungen folgen gesetzlichen Vorgaben; kleinere Aufträge und freihändige Vergaben unterliegen entsprechenden Ausnahmeregelungen.

Der Bericht erfasst nicht die Beschaffungen von Dritten, die über Leistungsvereinbarungen für den Betrieb der Nationalstrassen (Gebietseinheiten) oder die Netzfertigstellung (Standortkantone) tätig sind. Diese unterliegen in der Regel dem kantonalen Beschaffungsrecht und bilden eine separate Finanzierungsebene. Der jährlich veröffentlichte Transparenzbericht dient der Dokumentation und Rechenschaftspflicht gegenüber der Öffentlichkeit.

Kernaussagen

  • 2,1 Milliarden Franken Beschaffungsvolumen 2025; Anstieg um 200 Millionen gegenüber 2024
  • 82 Prozent Wettbewerbsvergabe; übrige Aufträge nach gesetzlichen Vorgaben
  • Schwerpunkte: Nationalstrasseninfrastruktur, Bauarbeiten, Digitalisierung und Steuerungssysteme
  • Föderale Struktur: Kantonale Beschaffungen durch Dritte nicht im ASTRA-Bericht erfasst

Kritische Fragen

  1. Evidenz/Datenqualität: Wie wird die Vergleichbarkeit zwischen 2024 und 2025 sichergestellt, wenn sich die Auftragsanzahl um 106 reduzierte, das Volumen aber um 200 Millionen anstieg? Wurden Schwellenwerte oder Klassifizierungen angepasst?

  2. Interessenkonflikte: Welche Kontrollen stellen sicher, dass die 18 Prozent freihändigen Vergaben (nicht-kompetitiv) den gesetzlichen Ausnahmegründen entsprechen und nicht zu Gunsten bevorzugter Anbieter ausfallen?

  3. Kausalität: Ist der Volumenanstieg auf Teuerung, auf grössere Einzelprojekte oder auf veränderte Infrastrukturpriorität zurückzuführen? Welche Faktoren erklären die Verschiebung?

  4. Umsetzbarkeit: Wie wird die Koordination zwischen ASTRA-Beschaffungen und kantonalen Dritten-Beschaffungen gewährleistet, um Doppelungen oder Lücken in der Nationalstrassenversorgung zu vermeiden?

  5. Transparenz: Werden die Einzelaufträge (Empfänger, Betrag, Projekt) öffentlich einsehbar gemacht, oder beschränkt sich die Transparenz auf aggregierte Kennzahlen im Jahresbericht?


Quellenverzeichnis

Primärquelle: Bericht zum Beschaffungswesen des ASTRA 2025 – Bundesamt für Strassen, 28.05.2026

Verifizierungsstatus: ✓ 28.05.2026


Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt. Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 28.05.2026