Kurzfassung
Agroscope hat sein neues Arbeitsprogramm 2026–2029 verabschiedet und fokussiert dabei stärker auf den direkten Nutzen für die landwirtschaftliche Praxis. Das Forschungsinstitut bearbeitet sechs verknüpfte Schwerpunktthemen in 42 Forschungsprogrammen und rund 360 Projekten. Zentrale Bereiche sind Klimawandelanpassung, Pflanzenschutz, Pflanzenzüchtung und wirtschaftliche Nachhaltigkeit. Das Programm entstand in einem strukturierten Prozess mit etwa 70 Organisationen, die über 650 Anliegen eingereicht haben.
Personen & Institutionen
- Agroscope – Schweizer Forschungsinstitut für Landwirtschaft
- Bundesrat – Strategische Ausrichtung
- Agroscope-Rat – Beratungsgremium
Themen
- Wettbewerbsfähige Lebensmittelproduktion
- Landwirtschaft im Klimawandel
- Schutz natürlicher Ressourcen
- Agroökologische Produktionssysteme
- Nachhaltige Nutztierhaltung
- Gesunde und nachhaltige Ernährung
Detaillierte Zusammenfassung
Das Arbeitsprogramm adressiert zentrale Herausforderungen der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft: Sicherung der inländischen Nahrungsmittelproduktion, faire Einkommen für Bauernfamilien und Reduktion negativer Umweltwirkungen. Die Forschung verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz „vom Feld und Stall auf den Teller und zurück", um Zielkonflikte in der landwirtschaftlichen Produktion zu reduzieren.
Das neue Programm stärkt gezielt Forschungsbereiche mit grossen Herausforderungen: Klimawandelanpassung, Wassereffizienz, Kulturschutz im Gemüse- und Ackerbau, nachhaltige Tierproduktion und Nährstoffverlustreduzierung. Das Parlament hat zusätzliche finanzielle Mittel für Pflanzenschutz und Pflanzenzüchtung bewilligt, was diese kritischen Themen verstärkt.
Kernprinzip ist die Ausrichtung auf Wirkung und Praxisnutzen. Jedes der 42 Forschungsprogramme definiert spezifische Ziele und erwartete Wirkungen. Die Praxisrelevanz wird durch intensive Einbindung von Akteuren aus Praxis, Bundesverwaltung, Beratung und Kantonen sichergestellt – ohne dabei Grundlagenforschung zu vernachlässigen.
Die Programmentwicklung basierte auf einer umfassenden Bedürfniserhebung: Rund 70 Organisationen reichten über 650 Anliegen ein, die gemeinsam priorisiert wurden. Zudem berücksichtigte Agroscope übergeordnete Bundesratsstrategien, Zukunftsvisionen und gesellschaftliche Anforderungen. Der Agroscope-Rat, ein beratend tätiges Gremium aus Verwaltung, Wissenschaft und Praxis, würdigt und unterstützt die Inhalte positiv.
Kernaussagen
- Sechs verknüpfte Schwerpunktthemen strukturieren 42 Forschungsprogramme und ca. 360 Projekte
- Verstärkte Fokussierung auf Klimawandelanpassung, Pflanzenschutz und wirtschaftliche Nachhaltigkeit
- Praxisorientierung als Leitprinzip: Forschung mit und für Bauernfamilien
- Breite Stakeholder-Einbindung: 70 Organisationen mit 650 Eingaben
- Ganzheitlicher Systemansatz für ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme
Stakeholder & Betroffene
| Gruppe | Rolle |
|---|---|
| Bauernfamilien | Profitieren von praxisgerechter Forschung und wirtschaftlicher Stabilität |
| Agroscope | Umsetzt Forschungsprogramme und Wissenstransfer |
| Bundesrat & Kantone | Strategische Ausrichtung und Mittelbereitstellung |
| Branchenverbände | Mitgestaltung durch Bedürfniserhebung |
| Konsumenten | Profitieren von nachhaltiger, gesunder Ernährung |
| Umwelt | Reduktion negativer Auswirkungen durch nachhaltige Produktion |
Chancen & Risiken
| Chancen | Risiken |
|---|---|
| Verbesserte Anpassung an Klimawandel | Umsetzungslücke zwischen Forschung und Praxis |
| Stärkere Wirtschaftlichkeit für Bauernbetriebe | Unzureichende Finanzierung einzelner Schwerpunkte |
| Ressourcenschonung durch Forschung | Fragmentierung bei 360 Projekten |
| Innovationen in Pflanzenschutz & -züchtung | Zeitverzögerung bis zur praktischen Anwendung |
| Legitimation durch breite Stakeholder-Beteiligung | Interessenskonflikte zwischen Akteuren |
Handlungsrelevanz
Für Entscheidungsträger relevant:
- Monitoring der Umsetzung: Verfolgung, ob die 360 Projekte tatsächlich Praxiswirkung erzielen
- Finanzielle Kontinuität sichern: Zusätzliche Mittel für Pflanzenschutz und -züchtung müssen verstetigt werden
- Wissenstransfer beschleunigen: Mechanismen für schnellere Überführung von Forschungsergebnissen in Praxis etablieren
- Stakeholder-Dialog fortsetzen: Regelmässige Rückkopplung mit den 70 beteiligten Organisationen
- Klimaanpassungs-Roadmap: Konkrete Meilensteine für Forschungsergebnisse in diesem Bereich definieren
Qualitätssicherung & Faktenprüfung
- [x] Zentrale Aussagen und Zahlen überprüft
- [x] Programminhalte aus Medienmitteilung verifiziert
- [x] Stakeholder-Prozess dokumentiert
- [ ] ⚠️ Finanzvolumen des Programms nicht angegeben
- [ ] ⚠️ Konkrete Forschungsprojekte nicht benannt
Ergänzende Recherche
Agroscope-Webseite: Detaillierte Projektbeschreibungen und Forschungsergebnisse
→ https://www.agroscope.admin.chBundesamt für Landwirtschaft (BLW): Landwirtschaftspolitische Strategien und Finanzierungszahlen
→ https://www.blw.admin.chBranchenberichte: Schweizer Bauernverband und Landwirtschaftliche Verbände zur Praxissicht
Quellenverzeichnis
Primärquelle:
Medienmitteilung Agroscope – „Vom Feld und Stall auf den Teller: Agroscope richtet sein neues Arbeitsprogramm stärker auf Wirkung und Praxisnutzen aus" (20. Januar 2026)
https://www.news.admin.ch/de/newnsb/w_L0ZUSprI-C6An9KyHZh
Ergänzende Quellen:
- Agroscope Arbeitsprogramm 2026–2029 (PDF-Dokument)
- Agroscope-Rat: Beratungsgremium und Unterstützungsprozess
- Bundesrat-Strategien zu Landwirtschaft und Ernährung
Verifizierungsstatus: ✓ Fakten geprüft am 20.01.2026
Dieser Text wurde mit Unterstützung von Claude erstellt.
Redaktionelle Verantwortung: clarus.news | Faktenprüfung: 20.01.2026