Was kostet die Migration weg von Microsoft? Eine Kosten- und Aufwandsanalyse
Stand: 5. Mai 2026 | Recherche im Kontext der laufenden Migrationsprogramme in Frankreich (DINUM), Schleswig-Holstein, des deutschen Bundes (ZenDiS/openDesk) und der Schweiz (Zentrum SDS, PoC BOSS)
1. Kernfrage und Methodik
Die Frage „was kostet eine Migration weg von Microsoft?“ lässt sich nicht mit einer einzelnen Zahl beantworten, sondern nur durch den Vergleich von drei Kostenkurven:
- Status quo Microsoft — laufende Lizenz-, Cloud- und Service-Kosten, mit dokumentiert steiler Wachstumsdynamik.
- Migrationskosten Open Source — einmalige Investitionen plus zeitweise Parallelbetrieb.
- Steady State Open Source — laufende Kosten für Support, Eigenentwicklung, Personal, Schulung.
Belastbare Zahlen liegen aus mehreren Grossprojekten vor: Schleswig-Holstein (laufend), Münchner LiMux (2003–2017, plus Rückmigration), französische Gendarmerie (GendBuntu, seit 2008), DINUM-Pläne 2026, Stadt Zürich und Schweizer Bundesverwaltung. Die Zahlen sind je nach Quelle unterschiedlich abgegrenzt — Lizenzen vs. TCO, Migration vs. Lifecycle, technische Umstellung vs. Organisationsprojekt. Das erschwert die direkte Vergleichbarkeit. Dennoch sind Trends und Grössenordnungen erkennbar.
Wichtig ist deshalb die saubere Trennung zwischen:
- direkt belegten Behördenzahlen,
- Medienangaben und Sekundärquellen,
- Analystenschätzungen,
- Modellrechnungen dieses Artikels.
2. Status quo: Was Microsoft kostet (Vergleichsbasis)
Schweiz
| Entität | Kostenpunkt | Quelle / Einordnung |
|---|---|---|
| Bund Schweiz 2009 | CHF 42 Mio. Vertrag | Stürmer/BFH via Blick |
| Bund Schweiz 2026 | CHF 140 Mio. Microsoft-Ausgaben; Verdreifachung in rund 15 Jahren | dito / Medienangabe |
| Stadt Zürich 2019 | CHF 7 Mio. | Tagesanzeiger / Blick |
| Stadt Zürich 2026 | CHF 28–31 Mio.; Vervielfachung | Tagesanzeiger 23.01.2026 |
| Stadt Zürich Lizenz-Rahmenvertrag bis 2030 | bis CHF 108 Mio.; 83 Mio. Verwaltung + 25 Mio. Schulen | inside-it.ch 07.02.2025 |
| Schweizer Behörden 2015–2026, Cloud total | CHF 3.2 Mrd., davon 1.3 Mrd. Microsoft | Tagesanzeiger 01.02.2026 |
| Schweizer Armee, Zusatzkosten M365 | CHF 4.6 Mio./Jahr für 12'000 Konten | Süssli-Brief / Tagesanzeiger |
Deutschland Bund
| Datenpunkt | Quelle / Einordnung |
|---|---|
| Ausgaben der Bundesverwaltung für Softwarelizenzen und IT-Services: 2022 rund EUR 771 Mio. → 2023 über EUR 1.2 Mrd. (+57%) | GI-Pressemitteilung 30.04.2025 |
| Microsoft-Ausgaben der Bundesverwaltung: laut GI fast verfünffacht in sieben Jahren | GI-Pressemitteilung 30.04.2025 |
Hinweis: Die Zahl von EUR 771 Mio. bzw. über EUR 1.2 Mrd. bezeichnet nicht ausschliesslich Microsoft-Lizenzkosten, sondern Ausgaben für Softwarelizenzen und IT-Services insgesamt. Die Microsoft-spezifische Aussage ist die von der GI berichtete fast fünffache Steigerung der Bundesausgaben für Microsoft-Produkte innerhalb von sieben Jahren.
Allgemeine Wachstumsdynamik
Microsoft hat für den 1. Juli 2026 Preisänderungen bei mehreren Microsoft-365-Paketen angekündigt; je nach Paket liegen die Erhöhungen im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Das bestätigt die strukturelle Eigenschaft des Modells: Microsoft 365 ist kein einmaliger Kauf, sondern ein Mietmodell mit wiederkehrenden und potenziell steigenden Kosten.
Pro 100'000 Nutzer können sich daraus jährliche Lizenzkosten in der Grössenordnung mehrerer zehn Millionen Euro ergeben. Eine einfache Extrapolation aus Schleswig-Holstein — rund EUR 500 pro Person und Jahr Lizenzersparnis × 100'000 Nutzer — ergäbe EUR 50 Mio. pro Jahr. Diese Zahl ist keine allgemeingültige TCO-Kennzahl, sondern eine Skalierung des aktuell öffentlich prominentesten Referenzfalls.
3. Konkrete Migrationskosten — Fallstudien mit Zahlen
3.1 Schleswig-Holstein: derzeit stärkster öffentlich belegter Referenzfall
Eckdaten: Migration seit 2024, Open-Source-Strategie des Landes, Ablösung von Microsoft-Komponenten in Etappen. Ende 2025 arbeiteten laut Landesregierung nahezu 80% der Arbeitsplätze ausserhalb der Steuerverwaltung mit LibreOffice. Die Landesregierung meldete zudem die Migration von fast 44'000 E-Mail-Postfächern auf Open-Xchange.
| Posten | Betrag / Wert |
|---|---|
| Einmalige Migrations- und Weiterentwicklungsinvestition 2026 | EUR 9 Mio. |
| Jährliche Lizenzersparnis ab 2026 gegenüber Microsoft 365 | mehr als EUR 15 Mio. |
| Rechnerische Pro-Kopf-Lizenzersparnis bei 30'000 Arbeitsplätzen | ca. EUR 500/Person/Jahr |
| Förderung von 17 Open-Source-Projekten separat | knapp EUR 3 Mio. |
| Rechnerischer lizenzseitiger Payback | unter 1 Jahr |
Quelle: Staatskanzlei Schleswig-Holstein, „Digitale Souveränität ist möglich und wirtschaftlich“, 04.12.2025; ergänzend Borncity, Medium (Can Artuc), heise.
Wichtig zur Abgrenzung: Die öffentlich kommunizierten 9 Mio. Euro und 15 Mio. Euro beziehen sich auf den von der Staatskanzlei genannten Investitions- und Einsparrahmen 2026. Sie sind nicht automatisch eine vollständige TCO-Rechnung über alle Vorjahre, Fachverfahren, Personal- und Parallelbetriebskosten.
Was diese Zahlen nicht vollständig enthalten:
- Personal- und Vorbereitungskosten in den Vorjahren, darunter Aufbau von Koordination, Pilotprojekten und Organisationsstrukturen.
- Kosten der weiterhin Microsoft-gebundenen Bereiche, insbesondere der Steuerverwaltung und anderer Windows-only-Fachverfahren.
- Indirekte Kosten gemeinsamer Plattform- und Suite-Entwicklung über Dataport bzw. norddeutsche Verwaltungskooperationen.
- Kosten für Fachverfahren, Identitätsmanagement und langfristige Betriebsorganisation, sofern diese nicht im 2026-Investitionsrahmen enthalten sind.
Bewertung: Schleswig-Holstein ist nicht deshalb wichtig, weil alle Zahlen vollständig wären, sondern weil erstmals ein laufendes europäisches Verwaltungsprojekt öffentlich eine klare Relation zwischen einmaliger Investition und jährlicher Lizenzersparnis nennt.
3.2 Französische Gendarmerie: GendBuntu als abgeschlossener Langläufer
Eckdaten: Migration seit 2004/2008, eigene Ubuntu-Variante, mehr als 100'000 Arbeitsplätze, gestaffelte Umstellung über viele Jahre.
| Posten | Wert |
|---|---|
| Direkte Lizenzersparnis pro Jahr | rund EUR 2 Mio. |
| TCO-Reduktion pro Arbeitsplatz | rund 40% laut Fallstudien |
| Migrationsdauer | rund 13 Jahre in Etappen |
| Kritische Erfolgsregel | Anwendungen vor Betriebssystem migrieren |
Quellen: Wikipedia GendBuntu, Major Stéphane Dumond (LibreCon Bilbao 2014), Fallstudien und Sekundärberichte.
Wichtigste Lehre: Die direkten Lizenzeinsparungen von etwa EUR 2 Mio. pro Jahr bei rund 100'000 Geräten entsprechen nur etwa EUR 20 pro Gerät und Jahr. Das wirkt im Vergleich zu heutigen Microsoft-365-Kosten niedrig, ist aber historisch erklärbar: Die Gendarmerie migrierte in einer Zeit, in der primär klassische Office- und Windows-Lizenzen ersetzt wurden, nicht ein voll ausgebauter Cloud-Subscription-Stack.
Die berichtete TCO-Reduktion von rund 40% entstand deshalb nicht allein aus Lizenzverzicht, sondern aus verlängerten Hardware-Lebenszyklen, geringerem Client-Ressourcenbedarf, standardisierter Wartung und stabileren Support-Kosten.
3.3 München LiMux: Lehrstück für Governance, nicht nur für Technik
Eckdaten: rund 15'000 Arbeitsplätze, Migration 2003–2013, politische Rückmigration ab 2017.
| Quelle | Linux-Kosten | Microsoft-Kosten hypothetisch / real |
|---|---|---|
| Stadt München, eigene Rechnung 2012 | EUR 23 Mio. | EUR 34 Mio. |
| HP-Studie im Auftrag von Microsoft 2013 | EUR 60.7 Mio. | EUR 17 Mio. |
| Rückmigration zu Windows 2017–2022 | — | EUR 50–86 Mio. |
Aufschlüsselung Rückmigration laut Stadtratsvorlage 2017:
- Lizenzen: EUR 29.9 Mio.
- Externe Beratung: EUR 24 Mio.
- IT-Dienstleister it@M: EUR 13.4 Mio.
- Personalkosten: EUR 14 Mio.
- Hardware: EUR 4.8 Mio.
Diskrepanzanalyse: Die grosse Differenz zwischen Stadt München und HP-Studie erklärt sich wesentlich durch unterschiedliche Annahmen zur Migration der Fachverfahren. Müssen alle Fachverfahren vollständig auf Linux portiert werden, explodieren die Kosten. Können sie per Terminalserver, Webanwendung oder Übergangsarchitektur weiter betrieben werden, fällt die Rechnung deutlich anders aus.
Diese Unterscheidung — wie radikal ist die Migration in den Fachverfahren? — ist einer der dominantesten Kostentreiber jeder Migration und der Punkt, an dem TCO-Studien am stärksten auseinanderlaufen.
Lehre: LiMux war weder der einfache Beweis für Open-Source-Billigkeit noch das einfache Schreckgespenst der Unmöglichkeit. Die wichtigste Lehre ist Governance: Eine teilweise abgeschlossene Migration, die politisch wieder zurückgedreht wird, kann die teuerste Option sein.
3.4 Frankreich DINUM 2026: politischer Skalierungsplan, Budget noch unscharf
Eckdaten: DINUM kündigte am 8. April 2026 den Ausstieg der eigenen Arbeitsplätze aus Windows zugunsten von Linux an und verlangte von allen Ministerien Pläne zur Reduktion der Abhängigkeit von aussereuropäischen IT- und Cloud-Anbietern. Betroffen sind acht Domänen: Betriebssystem, Kollaboration, Antivirus, KI, Datenbanken, Virtualisierung, Cloud und Netzwerke.
| Posten | Einordnung |
|---|---|
| DINUM Pilot | eigene DINUM-Arbeitsplätze als „Live Proof of Concept“ |
| Potenzielle Skalierung | Medienberichte nennen bis zu 2.5 Mio. Arbeitsplätze in der gesamten Verwaltung |
| Zeithorizont | in Medien und Analysen häufig bis 2029/2030 eingeordnet |
| Gesamtmigrationskosten | Analystenschätzung: EUR 1.5–3 Mrd. über 5–7 Jahre |
| Pro Arbeitsplatz daraus | EUR 600–1'200 über die gesamte Migrationsperiode |
| Caisse nationale d'Assurance maladie | rund 80'000 Beschäftigte nutzen Tchap/Visio/FranceTransfert |
| Öffentliche Cloud-Beschaffung 2025 | EUR 84 Mio., davon 70% europäisch laut Medienberichten |
Quellen: DINUM-Mitteilung, heise online 10.04.2026, Borncity, ghacks, Tech-insider.
Wichtige Einordnung: Die Zahl von EUR 1.5–3 Mrd. ist keine öffentlich bestätigte DINUM-Budgetzahl, sondern eine Analysten- bzw. Sekundärschätzung. Sie sollte als Grössenordnung verstanden werden, nicht als belastbarer Haushaltsansatz.
Lehre: Frankreich ist politisch bedeutsam, weil die Migration nicht als isoliertes Linux-Projekt formuliert wird, sondern als industrie-, sicherheits- und souveränitätspolitisches Programm. Ob der Plan wirtschaftlich aufgeht, hängt von Umsetzung, Beschaffung, Ministerienkoordination und Fachverfahren ab.
3.5 Deutschland Bund / ZenDiS / openDesk
Eckdaten: ZenDiS wurde 2022 gegründet, openDesk wird als souveräne Alternative zu Microsoft 365 aufgebaut.
| Posten | Wert / Einordnung |
|---|---|
| ZenDiS Personal 2024 | 9 Mitarbeitende, davon 4 in der Entwicklung |
| ZenDiS Bundesmittel 2024 auf Auftragsbasis | rund EUR 19 Mio., vor allem OpenCoDE |
| Bis Februar 2025 bereitgestelltes Auftragsvolumen openDesk | EUR 950'000 |
| Bis Februar 2025 bereitgestelltes Auftragsvolumen OpenCoDE | EUR 550'000 |
| OSBA-Forderung Mindestbedarf | EUR 30 Mio./Jahr |
| BMI-Haushaltstitel openDesk 2023 | EUR 21.6 Mio. |
| Restbetrag 2024 vom Haushaltsausschuss freigegeben, aber laut Berichten nicht ausgezahlt | EUR 34 Mio. |
| openDesk Enterprise-Lizenzen produktiv im Einsatz | rund 70'000 laut ZenDiS-Rahmenvertragsmeldung |
Quellen: netzpolitik.org 11.03.2024, Behörden Spiegel 25.03.2025 und 02.04.2025, FSFE, OSBA 12.08.2025, GI 30.04.2025, ZenDiS.
Lehre Deutschland: Das ZenDiS-Beispiel zeigt nicht, dass Open Source zu teuer wäre, sondern dass eine nationale Open-Source-Infrastruktur ohne ausreichende Grundfinanzierung und klare Rollout-Verbindlichkeit kaum Skaleneffekte erzeugen kann. Unterfinanzierung und fehlende Koordination werden damit selbst zum Kostenrisiko.
3.6 Schweizer Bund: Status der Vorarbeiten
| Datenpunkt | Wert / Einordnung |
|---|---|
| M365-Rollout abgeschlossen | Mitte Dezember 2025, rund 54'000 Arbeitsplätze |
| Proof of Concept BOSS (Büroautomation OSS) | Start Anfang 2025, erste Resultate Mitte 2026 |
| BFH-Studie CEBA | Backend- und Frontend-Services geprüft |
| Geplante OSS-Testumgebung 2024 | 30 Arbeitsplätze |
| Bundesgericht Zimbra | rund CHF 25/User/Jahr für 600 User, 1 Person Administration laut Referenzberichten |
| Zentrum SDS | Lancierung 28.04.2026, 31 Gründungsmitglieder, mehr als CHF 200'000 Eigenmittel |
| Vorhaben „Staatszentrum für digitale Souveränität“ | CHF 4 Mio. als beantragtes bzw. geplantes Vorhaben; Finanzierung nicht als dauerhaft gesicherte Grundfinanzierung behandeln |
Quellen: admin.ch 18.12.2025, Netzwoche, BFH-Studie 31.05.2024, inside-it.ch, Swissinfo, clarus.news-Dossier zum Zentrum SDS 29.04.2026.
Spezifische Schweizer Situation: Die Schweiz hat M365 erst 2025 breit ausgerollt und prüft nun zeitversetzt Open-Source-Alternativen. Das ist ein Sonderfall: Die Investitionen in M365 sind noch jung, gleichzeitig laufen Cloud-Act-, Datenschutz-, EMBAG- und Souveränitätsfragen im Hintergrund.
4. Vergleichsrechnung: Kosten pro Arbeitsplatz
Die sinnvollste Normierung ist der Vergleich pro Arbeitsplatz, weil die Migrationsmassen sehr unterschiedlich gross sind.
Achtung: Die folgenden Werte mischen einmalige Kosten, laufende Kosten, historische TCO-Angaben und Schätzungen. Sie sind grobe Orientierungswerte, keine TCO-Berechnung im engeren Sinn.
| Fall | Arbeitsplätze | Migrationskosten einmalig | Pro Arbeitsplatz | Methodik |
|---|---|---|---|---|
| Schleswig-Holstein 2026 | 30'000 als Rechenbasis | EUR 9 Mio. | ca. EUR 300 | Nur Investjahr 2026; ohne vollständige Vorlauf- und Fachverfahrenskosten |
| Frankreich 2026–2030 | bis 2'500'000 laut Medien | EUR 1.5–3 Mrd. | EUR 600–1'200 | Analystenschätzung, 5–7 Jahre |
| LiMux Stadt München 2012 | ca. 15'000 | EUR 23 Mio. | EUR 1'533 | Selbstrechnung, ca. 10 Jahre |
| LiMux HP-Studie 2013 | ca. 15'000 | EUR 60.7 Mio. | EUR 4'047 | Microsoft-Auftragsstudie, 10 Jahre, weitgehende Fachverfahrensportierung |
| LiMux Rückmigration zu Windows | ca. 15'000 | EUR 50–86 Mio. | EUR 3'333–5'733 | 5 Jahre |
| Fall | Arbeitsplätze | Lizenzersparnis/Jahr | Pro Arbeitsplatz/Jahr |
|---|---|---|---|
| Schleswig-Holstein | 30'000 als Rechenbasis | mehr als EUR 15 Mio. | ca. EUR 500 |
| Gendarmerie | ca. 100'000 | ca. EUR 2 Mio. | ca. EUR 20, nur direkte Lizenzen |
| Gendarmerie inkl. TCO | ca. 100'000 | ca. 40% TCO-Reduktion | variabel je nach Ausgangs-TCO |
| Frankreich DINUM-Schätzung | 100'000 als Vergleichseinheit | EUR 1–2 Mio. | EUR 10–20, nur Lizenzen |
Auffälligkeit: Die Schleswig-Holstein-Zahl ist deutlich höher als die Gendarmerie-Zahl. Das liegt nicht zwingend an effizienterer Migration, sondern vor allem an unterschiedlichen historischen Ausgangslagen. Die Gendarmerie löste vor allem klassische Office- und Windows-Lizenzen ab. Schleswig-Holstein ersetzt Komponenten eines deutlich teureren Microsoft-365-Cloud-Stacks.
Die Verteuerung des Microsoft-Stacks selbst ist deshalb ein zentraler Werttreiber heutiger Migrationsrechnungen.
5. Kostenkomponenten: Wo entstehen die Aufwände wirklich?
Eine seriöse Kalkulation muss diese Komponenten getrennt ausweisen.
5.1 Direkt durch Migration vermeidbare Kosten
- Microsoft-365-Subscriptions
- Windows-Client-Lizenzen
- Server- und Backend-Lizenzen, soweit Exchange, SharePoint, Teams-Backend oder Windows-Server-Funktionen ersetzt werden
- Teile der Microsoft-spezifischen Schulungen und Zertifizierungen
- Reduktion bestimmter Endpoint-Security-Lizenzmodelle, sofern Linux-Clients und andere Architekturentscheidungen dies zulassen
5.2 Migrationskosten einmalig
| Komponente | Typischer Anteil / Einordnung |
|---|---|
| Externe Beratung | 25–40% in einigen historischen IT-Migrationsdaten |
| Eigene Personalkosten intern | 15–25% |
| Hardware-Anpassungen | 5–10%; teils kleiner als erwartet, wenn Linux längere Hardware-Nutzung erlaubt |
| Schulung | 10–20%; organisatorisch oft unterschätzt |
| Fachverfahren-Anpassung / Ablösung | 20–60%; grösster und volatilster Posten |
| Migrationswerkzeuge, Templates, Dokument-Konvertierung | 5–10% |
| Parallelbetrieb während Übergang | 5–10%, bei langen Mischphasen auch mehr |
Die wichtigste Unsicherheit liegt in den Fachverfahren. Eine reine Office-Migration ist ein anderes Projekt als die vollständige Ablösung eines gewachsenen Windows-, Active-Directory-, SharePoint-, Teams- und Fachanwendungs-Ökosystems.
5.3 Steady State Open Source laufend
- Support-Verträge mit europäischen Anbietern, etwa Univention, Open-Xchange, Collabora, SUSE und weiteren
- eigenes Personal für Betrieb, Architektur, Qualitätssicherung und Open Source Program Office (OSPO)
- Beiträge zu Upstream-Projekten wie LibreOffice, Nextcloud oder Open-Xchange
- Hosting- und Cloud-Betrieb, etwa über europäische oder nationale Anbieter
- Schulungen für Neueinstellungen und laufende Weiterbildung
- Sicherheits- und Compliance-Audits
Wichtige Eigenschaft: Diese Kosten fliessen stärker in europäische und teilweise inländische Wertschöpfungsketten. Das ist nicht nur Kostenpolitik, sondern auch Industrie-, Standort- und Souveränitätspolitik. Schleswig-Holstein und Schweizer Souveränitätsinitiativen argumentieren explizit in diese Richtung.
5.4 Versteckte Kosten und Aufwände
- Fachverfahren-Bindung: Viele Fachanwendungen sind Windows-only. In Schleswig-Holstein bleibt die Steuerverwaltung vorerst ausgenommen. Die Migration der Fachverfahren ist der grösste Kostenblock und politisch oft zwischen Bund, Ländern, Kantonen oder Kommunen zu klären.
- Active Directory / Identitätsmanagement: Eine Ablösung erfordert Univention, FreeIPA, Keycloak oder vergleichbare Architekturen. Das ist kein kosmetischer Wechsel, sondern ein zentraler Architektur-Eingriff.
- Interoperabilität gegenüber Externen: Solange Geschäftspartner, Gerichte, Bürger:innen oder andere Behörden mit Microsoft-Formaten arbeiten, bleiben ODF/MS-Konversionsprobleme ein Kosten- und Akzeptanzthema. Schleswig-Holstein setzt deshalb auch auf die Verbindlichmachung offener Standards.
- Sovereignty Washing: Cloud-Angebote europäischer Rechenzentren können weiterhin rechtliche Risiken aufweisen, wenn Anbieter oder Muttergesellschaften ausländischem Recht wie dem US CLOUD Act unterliegen. Datenlokation allein ersetzt deshalb keine Prüfung von Kontrollrechten, Schlüsselverwaltung, Betreiberstruktur und Gerichtsstand.
- Lock-in-Auflösung: SharePoint-Migrationen, OneDrive-Datenextraktion, Teams-Verläufe, Makros, Vorlagen und Berechtigungsmodelle aus Microsoft herauszulösen ist ein eigenes Projekt mit eigenen Kosten.
6. Lessons Learned: Was die Fälle gemeinsam zeigen
6.1 Erfolgsfaktoren
- Anwendungen vor Betriebssystem migrieren. Die Gendarmerie gilt hier als Referenz: erst OpenOffice/Firefox auf Windows, dann Linux. Das reduziert wahrgenommene Disruption.
- Politisches Mandat über Legislaturperioden hinweg sichern. LiMux zeigt das Risiko politischer Umkehr; Schleswig-Holstein profitiert von klarer politischer Trägerschaft.
- OSPO institutionalisieren. Schleswig-Holstein, Frankreich und ZenDiS zeigen, dass Koordination selbst ein Produktivitätsfaktor ist.
- Upstream-Strategie statt Fork-Wildwuchs. Eigene Forks erhöhen den Pflegeaufwand. Verbesserungen sollten möglichst in Hauptprojekte zurückfliessen.
- Web-basierte Workflows priorisieren. Je mehr Anwendungen im Browser laufen, desto OS-agnostischer wird der Stack. Terminalserver und Virtualisierung können Übergangslösungen sein.
- Schulung als Kernbudget behandeln. Nutzerakzeptanz entscheidet nicht am Kernel, sondern an Arbeitsabläufen, Vorlagen, Makros und Support.
- Hardware-Refresh klug koppeln. Die Gendarmerie nutzte sichtbare Verbesserungen am Arbeitsplatz als Akzeptanzhebel.
6.2 Misserfolgsmuster
- Fragmentierte Föderalstruktur ohne Koordination. Wenn jedes Bundesland, jeder Kanton oder jede Kommune eigene Lösungen baut, entstehen Mehrfachkosten und keine Skaleneffekte.
- Unterfinanzierung der OSS-Koordination. ZenDiS zeigt, dass nationale Ambitionen ohne ausreichende Grundfinanzierung ins Leere laufen können.
- Testpiloten ohne verbindliche Roadmap. Pilotprojekte, die nicht in Beschaffung, Betrieb und Rollout übersetzt werden, erzeugen vor allem Warteschleifen.
- Unterschätzung der Fachverfahren-Komplexität. LiMux zeigt: Die Kostenfrage entscheidet sich nicht primär an LibreOffice, sondern an Fachanwendungen, Schnittstellen und Betriebsmodellen.
- Fehlende Politik-Kontinuität. Technische Migrationen dauern länger als Legislaturperioden. Ohne parteiübergreifende Absicherung werden sie politisch verwundbar.
7. Modellrechnung Schweiz: Was könnte eine Bund-Migration kosten?
Annahme: 54'000 Arbeitsplätze Bundesverwaltung, Vergleichsbasis Schleswig-Holstein. Diese Rechnung ist ausdrücklich eine grobe Skalierungsrechnung, keine vollständige TCO-Schätzung.
| Posten | Berechnung | Wert |
|---|---|---|
| Einmalige Migrationsinvestition analog Schleswig-Holstein-Skala | 54'000 / 30'000 × CHF 9 Mio. | ca. CHF 16 Mio. |
| Aufschlag Schweizer Komplexität: Mehrsprachigkeit, Föderalismus, VBS/EDA-Spezialaufgaben | × 1.5–2.0 | ca. CHF 24–32 Mio. |
| Jährliche Lizenz-/Cloud-Einsparung analog Schleswig-Holstein: ca. CHF 500/AP | 54'000 × CHF 500 | ca. CHF 27 Mio./Jahr |
| Rechnerischer lizenzseitiger Payback unter günstigen Annahmen | Migration ÷ Einsparung | ca. 1–2 Jahre |
| Nettoeffekt über 10 Jahre, stark vereinfacht | 10 × CHF 27 Mio. − CHF 32 Mio. | ca. CHF 240 Mio. |
Wichtige Einschränkung: Diese Rechnung bildet nur eine plausible Unterkante bzw. Orientierung ab. Eine vollständige TCO-Rechnung müsste mindestens folgende Posten separat ausweisen:
- Fachverfahren und Windows-only-Abhängigkeiten
- Identity- und Access-Management
- SharePoint-, OneDrive- und Teams-Datenmigration
- Parallelbetrieb Microsoft/Open Source
- Schulung und Change Management
- Beschaffung, Sicherheitszertifizierung und Audit
- Betriebskosten des Open-Source-Zielstacks
- Übergangskosten für VBS, EDA und besonders geschützte Umgebungen
Vergleich zur aktuellen Bund-Microsoft-Ausgabe: Bei berichteten Microsoft-Ausgaben des Bundes von rund CHF 140 Mio. pro Jahr wäre nicht die gesamte Summe kurzfristig substituierbar. Realistischer wäre zunächst eine ersetzbare Lizenz- und Cloud-Komponente in der Grössenordnung von CHF 20–40 Mio. pro Jahr, abhängig von Scope, Mischbetrieb und Fachverfahren.
Die Einsparung käme deshalb nicht aus einer sofortigen „Abschaffung von Microsoft“, sondern aus der schrittweisen Reduktion steigender Subscription-, Cloud- und Lock-in-Kosten über mehrere Jahre.
Stadt Zürich als grobe Vergleichsrechnung
Bei einer hypothetischen Skalierung von rund 15'000 Arbeitsplätzen analog Schleswig-Holstein ergäbe sich:
- Migrationsinvestition: grob CHF 5–8 Mio. einmalig
- jährliche Lizenz-/Cloud-Einsparung: grob CHF 7–8 Mio.
- rechnerischer lizenzseitiger Payback: rund 1 Jahr unter günstigen Annahmen
Auch diese Rechnung ist keine TCO-Schätzung, sondern ein Indikator dafür, dass die Entwicklung eines belastbaren „Plan B“ im Kontext eines Microsoft-Rahmenvertrags von bis zu CHF 108 Mio. wirtschaftlich prüfenswert ist.
8. Was die Migration nicht löst — und auch nicht lösen muss
- Komplette Microsoft-Unabhängigkeit ist kurzfristig unrealistisch. Bestandsdaten in proprietären Formaten, externe Geschäftspartner, Fachverfahren und gewachsene Betriebsprozesse bleiben jahrelang Microsoft-bezogen.
- Microsoft 365 kann im Übergang parallel laufen. Schleswig-Holstein zeigt mit ausgenommenen Bereichen wie der Steuerverwaltung, dass ein pragmatischer Mischbetrieb Teil der Strategie sein kann.
- Der politische Gewinn ist Plan-B-Fähigkeit. Bei geopolitischen Spannungen, US-Rechtszugriffen, Lieferkettenproblemen, Sanktionen oder grossen Microsoft-Ausfällen hat eine Verwaltung mit Open-Source-Stack mehr Handlungsoptionen.
- Souveränität ist ein Versicherungswert. Er ist monetär schwer zu beziffern, kann im Krisenfall aber wichtiger sein als die reine Lizenzrechnung.
9. Fazit in fünf Punkten
Schleswig-Holstein ist derzeit die stärkste öffentlich belegte Wirtschaftlichkeitsreferenz. Mehr als EUR 15 Mio. jährliche Lizenzersparnis stehen 2026 rund EUR 9 Mio. einmaligen Investitionen gegenüber. Das ergibt einen rechnerischen lizenzseitigen Payback unter einem Jahr. Es ist aber keine vollständige Lebenszyklus-TCO über alle Vorjahre und Fachverfahren.
Münchner LiMux ist Lehrstoff, kein einfaches Schreckgespenst. Die Stadt-Eigenrechnung von EUR 23 Mio. und die HP/Microsoft-Studie von EUR 60.7 Mio. unterscheiden sich vor allem wegen Annahmen zur Fachverfahrensmigration. Der eigentliche Schaden entstand durch Governance-Brüche und Rückmigration, die nochmals EUR 50–86 Mio. kostete.
Frankreich ist politisch das wichtigste Skalierungsprojekt. DINUMs Linux-Ankündigung und die Verpflichtung der Ministerien zur Reduktion aussereuropäischer Abhängigkeiten zeigen eine neue Qualität. Die häufig genannten Milliardenkosten sind derzeit aber Schätzungen, nicht bestätigte Haushaltszahlen.
Die Schweiz hat einen Plan-B-Rückstand. Der Bund hat M365 2025 breit ausgerollt und prüft Open-Source-Alternativen erst im PoC BOSS mit Resultaten Mitte 2026. Das Zentrum SDS ist ein wichtiger Koordinationsansatz, aber im Verhältnis zu Microsoft-Ausgaben und Risikoexposition noch klein dimensioniert.
Der grösste vermeidbare Kostenfehler ist Fragmentierung. Föderalismus ohne Koordination erzeugt n-fache Migrationskosten und verhindert Skaleneffekte. Deutschland mit ZenDiS/openDesk und die Schweiz mit Kantonen, Bund, Hochschulen und Kommunen stehen vor demselben Problem: Ohne zentrale Finanzierung, Standards und verbindliche Roadmap wird digitale Souveränität teurer als nötig.
10. Kurzfazit
Die Migration weg von Microsoft hat keinen universellen Preis. Die belastbaren Fälle zeigen aber ein Muster: Reine Lizenzkosten können schnell sinken, während die eigentlichen Risiken in Fachverfahren, Identitätsmanagement, Datenmigration, Schulung und Parallelbetrieb liegen.
Schleswig-Holstein liefert derzeit die stärkste öffentlich belegte Wirtschaftlichkeitsreferenz. Frankreich zeigt die politische Skalierungsambition. München zeigt die Risiken inkonsistenter Governance. Die Gendarmerie zeigt den Wert eines langsamen, applikationsgetriebenen Vorgehens.
Für die Schweiz folgt daraus nicht automatisch ein sofortiger Vollausstieg. Der klare Befund lautet aber: Ein belastbarer Plan B ist wirtschaftlich und sicherheitspolitisch rational.
11. Quellenverzeichnis
Beigelegte clarus.news-Dossiers
- „Digitale Souveränität in der Cloud: Europas Weg aus der technologischen Abhängigkeit“, 04.05.2026 (Bitdefender/von der Heydt)
- „Open-Source-Migration in Deutschland: Berlin testet Abkehr von Windows“, 15.04.2026
- „Zentrum SDS startet Aktivitäten: Schweiz gründet Netzwerk für digitale Souveränität“, 29.04.2026
Primärquellen Behörden / Politik
- DINUM Frankreich, Mitteilung interministerielles Seminar 08.04.2026: https://www.numerique.gouv.fr/sinformer/espace-presse/souverainete-numerique-reduction-dependances-extra-europeennes/
- Heise zur DINUM-Ankündigung: https://www.heise.de/news/Frankreichs-Plan-Weg-von-Windows-hin-zu-Linux-11251566.html
- Staatskanzlei Schleswig-Holstein, „Digitale Souveränität ist möglich und wirtschaftlich“, 04.12.2025: https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/I/_startseite/Artikel2025/IV/251204_cds_digitale_souveraenitaet
- Staatskanzlei Schleswig-Holstein, LibreOffice/Open-Xchange-Stand: https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/I/Presse/PI/2025/cds/251204_cds_open-source
- Microsoft Licensing, Preis- und Paketänderungen 2026: https://www.microsoft.com/en-us/licensing/news/2026-m365-packaging-pricing-updates
- Schweizerische Bundeskanzlei, Abschluss M365-Rollout 18.12.2025: https://www.admin.ch/de/newnsb/frKHCNmrngH8I3vO8ip7o
- Beirat Digitale Schweiz, Open Source 01.12.2025: https://www.eid.admin.ch/de/newnsb/qc7PbDe_ODgWby7aAxfd6
- BFH Studie CEBA (Stürmer/Tiede/Standtke 2024): https://www.bfh.ch/de/aktuell/news/2024/neue-studien-online/
Tagesanzeiger / Schweizer Medien
- „Zürich: Microsoft-Abhängigkeit kostet Stadt viele Millionen“, 23.01.2026: https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich-microsoft-abhaengigkeit-kostet-stadt-viele-millionen-474669400289
- „Schweizer Datenschützer warnen vor sensiblen Bürgerdaten“, 10.12.2025: https://www.tagesanzeiger.ch/datenschutz-schweizer-behoerden-bei-microsoft-365-gewarnt-616508053394
- „Wegen Trump und hoher Kosten: Schweizer Armee will weg von Microsoft“, 01.11.2025: https://www.tagesanzeiger.ch/thomas-suessli-fordert-schweizer-armee-weg-von-microsoft-108051050766
- „Schweizer IT-Firmen entgehen Milliarden“, 01.02.2026: https://www.tagesanzeiger.ch/microsoft-monopol-schweizer-it-firmen-verlieren-milliarden-283266365271
- Stürmer-Interview Blick (BFH, Zentrum SDS): https://www.blick.ch/digital/digitale-souveraenitaet-als-einzelner-kannst-du-nicht-aussteigen-id21910507.html
- inside-it.ch zur OIZ Lizenzbeschaffung 07.02.2025: https://www.inside-it.ch/stadt-zuerich-sichert-sich-microsoft-lizenzen-fuer-ueber-100-millionen-franken-20250207
- inside-it.ch zum Zentrum SDS: https://www.inside-it.ch/zentrum-sds-will-digitale-souveraenitaet-der-schweiz-staerken-20260429
- Swissinfo zum Staatszentrum / SDS-Vorhaben: https://www.swissinfo.ch/ger/berner-fachhochschule-und-beh%C3%B6rden-wollen-digitale-unabh%C3%A4ngigkeit/90597190
- SRF News „Bund will Abhängigkeit reduzieren“: https://www.srf.ch/news/schweiz/bedenken-wegen-datensicherheit-abkehr-von-microsoft-bund-will-abhaengigkeit-reduzieren
- NZZ am Sonntag: https://www.nzz.ch/schweiz/ploetzliche-kehrtwende-der-bund-will-sich-von-abhaengigkeit-von-microsoft-loesen-ld.1934311
Frankreich Migration Detail
- ghacks.net 12.04.2026: https://www.ghacks.net/de/2026/04/12/frankreich-linux-windows-verwaltung/
- Borncity 11.04.2026: https://borncity.com/blog/2026/04/11/frankreich-hat-fahrplan-fuer-linux-migration-der-verwaltung/
- Tech-insider, Kostenschätzung: https://tech-insider.org/france-ditches-windows-linux-2-5-million-devices-digital-sovereignty-2026/
Schleswig-Holstein
- Borncity 08.12.2025: https://borncity.com/blog/2025/12/08/schleswig-holstein-schon-80-der-arbeitsplaetze-auf-libreoffice-umgestellt/
- heise Hintergrund Kürschner-Interview: https://www.heise.de/hintergrund/Interview-Wie-die-OSS-Umstellung-in-Schleswig-Holstein-laeuft-10629991.html
- Medium Can Artuc, ROI-Analyse: https://canartuc.medium.com/schleswig-holstein-open-source-migration-15m-annual-savings-one-year-payback-ac48f0de01fd
München LiMux
- heise online HP-Studie: https://www.heise.de/news/Microsoft-Studie-Linux-Migration-kostet-Muenchen-60-7-Millionen-Euro-1789589.html
- heise online Stadt-Widerspruch: https://www.heise.de/news/Stadt-Muenchen-widerspricht-HP-Studie-zur-Linux-Migration-1797107.html
- heise Details zur Microsoft/HP-Studie: https://www.heise.de/news/LiMux-Details-zur-Microsoft-Studie-ueber-die-Linux-Migration-in-Muenchen-1792390.html
- Linux-Magazin Kostenschätzung Rückmigration: https://www.linux-magazin.de/news/stadt-muenchen-schaetzt-kosten-der-migration-von-linux-zu-windows/
- Wikipedia LiMux: https://de.wikipedia.org/wiki/LiMux
Frankreich Gendarmerie (GendBuntu)
- Wikipedia GendBuntu: https://en.wikipedia.org/wiki/GendBuntu
- Yeandel.co.uk Case Study: https://yeandel.co.uk/21-migration-case-studies/france-gendarmerie.html
- Supersonique Studio 2026: https://supersonique-studio.com/2026/04/la-gendarmerie-sous-linux-depuis-17-ans-les-lecons-a-en-tirer/
- LinuxFr.org / Major Dumond Bilbao 2014
Deutschland ZenDiS / openDesk
- netzpolitik.org 11.03.2024: https://netzpolitik.org/2024/zentrum-fuer-digitale-souveraenitaet-knappe-ressourcen-fuer-open-source/
- Behörden Spiegel 25.03.2025: https://www.behoerden-spiegel.de/2025/03/25/laender-noch-nicht-am-zendis-beteiligt/
- Behörden Spiegel Kommentar 02.04.2025: https://www.behoerden-spiegel.de/2025/04/02/kommentar-kein-geld-fuer-das-herzensprojekt/
- OSBA 12.08.2025: https://osb-alliance.de/pressemitteilungen/100-tage-bundesregierung-wo-bleibt-die-strategische-ausrichtung-auf-open-source-software
- GI 30.04.2025: https://gi.de/meldung/milliarden-einsparpotenzial-gi-arbeitskreise-fordern-verbindlichen-rollout-von-opendesk
- ZenDiS Pressemitteilung Rahmenvertrag: https://www.zendis.de/newsroom/presse/zendis-erteilt-zuschlag-fuer-rahmenvertrag-fuer-opendesk-enterprise-edition-und-saas-angebot
Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Modells erstellt und auf Basis öffentlich verfügbarer Quellen recherchiert. Redaktionelle Verantwortung: Andreas Binggeli und Ernst Anker mit Unterstützung von Claude Opus 4.7 und GPT-5.5 Thinking ./ clarus.news.
Faktencheck-Datum: 05.05.2026